Drei freie Tage, ein Cabrio und eine gute Route. Mehr braucht es manchmal nicht für einen Roadtrip, der sich anfühlt wie ein viel längerer Urlaub. Genau das war unser Plan: von Basel aus über die wunderschöne Seealpenroute via Genf und Gap an die Côte d’Azur, weiter über Cannes bis tief in die Provence zu den Gorges du Verdon. Wenig Gepäck, viel Fahrtwind und drei Tage, die sich angefühlt haben wie eine kleine, intensive Reise.
Kurzübersicht für die Planung:
- Start/Ziel: Basel
- Strecke: rund 1.800-2.000 km
- Dauer: 3 Tage, mit viel Zeit im Auto
- Stationen: Nizza – Antibes – Cannes – Massif de l’Estérel – Gorges du Verdon
- Beste Reisezeit: Frühsommer oder Spätsommer, wenn es an der Küste noch nicht zu voll ist
- Mein Tipp: Wer mehr als 3 Tage Zeit hat, sollte die Strecke entzerren, dazu gleich mehr am Ende.


Tag 1: Basel – Nizza über die Seealpenroute
Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Anfahrt. Die Seealpenroute über Genf, Annecy und Sisteron gehört zu den schönsten Strecken, die wir bisher mit dem Auto gefahren sind. Serpentinen durch die Berge, immer wieder weite Ausblicke und man spürt regelrecht, wie die Luft wärmer und die Landschaft südlicher wird, je näher man der Küste kommt.
Untergekommen sind wir in Nizza im Hotel Univers, einem einfachen unkomplizierten Hotel mitten in der Stadt. Perfekt wenn man nach einem langen Tag im Auto einfach nur noch losbummeln will.
Und genau das haben wir gemacht. Abends ging es zu Fuss an die Strandpromenade, zum Sonnenuntergang über dem Meer. Zum Essen haben wir uns für das Senso entschieden, ein italienischen Restaurant am Rande der Altstadt. Entspannte Atmosphäre, gutes Essen, genau richtig nach einem Tag im Auto. Danach durfte ein Eis bei Fenocchio nicht fehlen, der legendären Eisdiele an der Place Rossetti mitten in der Altstadt, mit vielen Eissorten von klassisch bis schräg-kreativ. Den Abend haben wir uns, durch die engen Gassen der Altstadt von Nizza treiben lassen. Ohne Ziel, einfach um die Stimmung aufzusaugen.









Tag 2: Nizza – Antibes – Cannes
Der nächste Morgen begann mit einem ausgiebigen Frühstück bei Hobo, einem gemütlichen Café mitten in der Altstadt von Nizza.
Auf dem Weg nach Cannes haben wir einen Zwischenstopp in Antibes eingelegt. Ein Getränk bei nomads, einem kleinen Specialty-Coffee-Café direkt in der Altstadt nahe dem Marktplatz. Und ein Spaziergang durch die verwinkelten Gassen von Antibes.
In Cannes angekommen, haben wir im Hotel Villa Pruly übernachtet. Ein wirklich schönes Hotel, etwas zurückgezogen, in einer Seitenstrasse, aber trotzdem nur wenige Minuten von der Croisette entfernt. Den Nachmittag haben wir für einen kurzen Stadtbummel und einen Strandbesuch genutzt, bevor es abends zu einem schönen Essen ging. Cannes hat diese Mischung aus Glamour und entspannter Küstenstadt, die man sich vorher fast nicht so vorstellt.










Tag 3: Cannes – Massif de l’Estérel – Gorges du Verdon – Heimreise
Der letzte Tag war gleichzeitig der landschaftlich eindruckvollste. Gefühstückt haben wir nochmal in Ruhe auf der Hotelterrasse, dann ging es nach dem Auschecken weiter an der Küste entlang durchs Massif de l’Estérel.
Die Strecke ist ein eigenes Highlight: schöne Küstenstrasse, immer wieder Blicke aufs Meer und mittendrin die roten Felsen des Estérel Gebirges. Wir haben mehrfach für Fotos angehalten. Eine Pause haben wir am Plage de la Tortue eingelegt, einem wirklich schönen Beach Club direkt am Fuß des Estérel-Massivs. Feiner Sand, rote Felsen im Hintergrund, kühles Wasser. Genau der richtige Ort, um kurz die Füsse in den Sand zu stecken, bevor die letzte Etappe wartete.
Von dort führte die Route über Callas weiter ins Landesinnere zur Gorges du Verdon. Diese Strecke mit dem Cabrio zu fahren, war nochmal ein ganz eigenes Erlebnis. Die Schlucht ist beeindruckend tief, das Wasser darin so leuchtend türkis, dass man kaum glauben kann, dass es echt ist und die Landschaft wechselt ständig zwischen schroffen Felswänden und weiten, grünen Tälern. Danach ging es auf direktem Weg zurück nach Hause.



















Fazit: Lohnt sich der Roadtrip in 3 Tagen?
Ja, ganz klar. Die Strecke ist in 3 Tagen gut machbar und jede einzelne Station hat sich gelohnt. Dazu gehört auch, dass man viel Zeit im Auto verbringt. Für uns war das einfach Teil des Erlebnisses. Wer ein bisschen mehr Zeit hat, kann die Route etwas entzerren. Zum Beispiel mit einer zusätzlichen Nacht in Nizza oder direkt am Estérel, damit der dritte Tag nicht zur reinen Fahrstrecke mit Stopps wird, sondern selbst zu Erlebnis. Auch eine zusätzliche Nacht in der Nähe der Verdon-Schlucht würde sich lohnen, um die Gegend nicht nur im Vorbeifahren zu sehen.
Wenn ihr die Strecke nachfahren wollt: Nehmt euch die Zeit, die ihr habt. Und wenn es wirklich nur 3 Tage sind, dann genau in dieser Reihenfolge. Es funktioniert und man kommt erfüllt und mit vielen Eindrücken wieder nach Hause.
Wart ihr schon mal an der Côte d’Azur unterwegs oder plant selbst gerade einen Roadtrip dorthin? Schreibt’s mir gerne in die Kommentare.
Transparenz: Affiliate-Links
In diesem Blogbeitrag findest du persönliche Empfehlungen, die Affiliate-Links enthalten.
Wenn du über diese Links etwas buchst oder kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis jedoch unverändert.
Es entstehen keine zusätzlichen Kosten, aber du unterstützt damit meine Arbeit und hilfst mir, weiterhin inspirierende Inhalte zu erstellen.
Vielen Dank für deine Unterstützung!
