Juni 16, 2026

Gravelbiken für Frauen: Wie ein Film mich aufs Gravelbike gebracht hat

Es war ein verregneter Sonntag Nachmittag. Ich sass auf dem Sofa und mir wurde auf Youtube der Film “On her own” von Wiebke Lühmann angezeigt. Neugierig klickte ich ihn an und wusste nicht, dass er etwas in mir auslösen würde, das ich bis dahin kaum kannte.

Freiheit. Echte, körperliche, durch-den-Wind-fahren-Freiheit.

Ich hab den Film zu Ende geschaut und gedacht: Das will ich auch. Rein ins Glück auf zwei Rädern.

Mein Knie, mein Körper, mein langer Weg zurück

Was vorher kam, war alles andere als leicht. Im Juli 2023 war mein Knieproblem auf einem Höhepunkt, der mich massiv im Alltag einschränkte. Treppe laufen war schmerzhaft, Fahrradfahren ging gar nicht. Durch ätherische Öle und gezielte Supplements wurde es besser, ich konnte so nach und nach die Medikamtente ausschleichen lassen. Die Öle und Supplements nehme ich bis heute weiterhin. Im Janaur 2024 war ich so gut wie beschwerdefrei.

Ich fing langsam wieder mit Sport an. Pilates, Yoga und High Intensity Interval Training, alles lief gut. Bis der HIIT-Kurs im Sommer aufhörte und ich plötzlich vor der Frage stand: Was jetzt?

Knieschonender Sport wurde mir von allen empfohlen. Also recherchierte ich. Die Antworten waren immer dieselben: Schwimmen oder Radfahren. Schwimmen kam für mich nicht in Frage. Also Radfahren.

Warum ich mich für ein Gravelbike entschieden habe

Ich hab mich nicht einfach aufs erstbeste Bike gesetzt. Ich hab Probefahrten gemacht, verglichen, gespürt. Bisher bin ich immer nur mit meinem alten Holland Stahlrad in die Stadt geradelt. Mountainbike fühlte sich zu wuchtig an. Mit dem Rennrad immer nur auf der Strasse wollte ich nicht. Aber ich war bereit neues auszuprobieren. Das Gravelbike traf es genau: vielseitig, für Schotter genauso geeignet wie für Asphalt. Und dann, im September 2024, habe ich mir mein Cube Nuroad Gravelbike gekauft.

Seitdem hat sich etwas verändert.

Mein Knie so gut wie schon seit Jahren nicht mehr. Keine Beschwerden. Keine Einschränkungen. Und ich habe Freude gefunden, die ich so nicht erwartet hatte.

Was Gravelbiken für Frauen wirklich bedeutet

Es ist nicht nur Sport. Es ist Bewegung in der Natur, es ist Stille, es ist Geschwindigkeit wenn ich sie möchte und Langsamkeit wenn ich sie brauche. Auf dem Bike bin ich nur ich. Keine To-Do Listen, kein Bildschirm, kein Lärm.

Ich fahre durch das Markgräflerland, über die Felder rund um Basel und dem Umland, auf Wegen, die ich vorher nicht kannte. Und jedes Mal, wenn ich den Sattel verlasse, bin ich eine etwas andere als vorher.

Gravelbiken gibt mir etwas zurück, das ich lange vermisst hatte: das Gefühl, in meinem Körper zuhause zu sein.

Gravelbiken für Frauen: Was du brauchst, wenn du anfangen willst

Falls du auch gerade überlegst, ob Gravelbiken etwas für dich sein könnte, besonders wenn du Knieprobleme kennst oder einfach einen Sport suchst, der dich trägt statt auszulaugen: Mach Probefahrten. Wirklich. Das Gefühl auf dem Sattel entscheidet alles. Ich fahre ein Cube Gravelbike und bin begeistert. Mehr zu meiner konkreten Ausrüstung, was ich auf Touren dabeihabe und was mir wirklich geholfen hat, erzähle ich dir in einem eigenen Artikel.

Für alle Frauen, die sich wiedererkennen

Vielleicht sitzt du gerade auf dem Sofa und schaust einen Film. Vielleicht spürst du auch das Ziehen nach Freiheit, nach Bewegung, nach etwas, das nur dir gehört.
Ich kann dir nicht sagen ob es das Radfahren sein wird. Aber ich kann dir sagen: Es lohnt sich, hinzuhören.

Bei mir hat ein Film den Anfang gemacht.


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